Zwischenruf

Eine Welt, der Werte und Normen verloren gehen, ist ein tragische Welt.

 

Zwischenruf

Eine Welt, der Werte und Normen verloren gehen, ist ein tragische Welt.

Ein Bick in die Welt heute: Toilettenpapier und Nudeln werden gehamstert. Die Ärmsten der Armen an der Tafel, die müssen auf noch mehr verzichten. Aus Risikogebieten mit dem Coranavirus reisen Menschen nun begeistert an die Nordsee auf die Inseln: Toll, zwei Wochen mehr Urlaub! Anstelle von zwei Wochen Kontaktverbot, zum Schutz der Allgemeinheit. Gefährlicher Wohlstandstrotz, 5 Notfallbetten auf Sylt bei 18.000 Urlaubern – na und? Gut, dass drastisch und konsequent reagiert wurde. Doch diese „Mitbürger“ agieren nur wie von der Politik seit Jahren mehr und mehr vorgelebt. Beweismittel für mögliche Straftaten werden von Politikern vernichtet, ohne Konsequenzen. Der eine darf nun wieder „Geheimprojekte“ für private Autobahnen planen, die andere wurde befördert in eine Europäische Spitzeninstitution; inkl. 80 T€ für die Luxussanierung der neuen Dienstwohnung. Wieviel Gehalt bekommt ein Pfleger im Jahr? Netto. Immun vor einer gerechten Strafverfolgung, das sind diese „Politiker“.

Warum?

Hass, Gewalt, eiskalter Egoismus – Warum?

Geboren aus dem unsagbar Schönen. Hinein in diese uns anvertraute Welt. Du, ich, jeder von uns. In den Augen von Neugeborenen können wir noch erahnen, was wir selbst nicht mehr sehen: Von Engeln behütete Seelen, die das Paradies verlassen haben, um uns zu besuchen. Die sich uns anvertrauen.

Doch was zeigt ein Blick in die Welt? Kriege aus Machtstreben geboren, Kampf um Rohstoffe. Hass, Mordanschläge und Gewalt in allen Formen. Was bringt Menschen dazu, so zu handeln?

 

Freiheit - Verantwortung - Gewissen

Freiheit - Verantwortung - Gewissen

Das „Rot“ der Fußgängerampel leuchtet hell – abrupter Stopp, Gedanken werden unterbrochen. Was für ein Thema! Von Aristoteles bis Kant, von der Bibel bis Wolfgang Schäuble und Thomas Middelhoff. Doch meine Bahn fährt gleich. Ein schneller Blick: Keine Kinder, dann doch in einer Verkehrslücke schnell über die Straße hasten. Gut, keine Kinder, das beruhigt das Gewissen. So gesehen ist das Gewissen keine stabile Instanz. Nur unser Selbstwert wird stabilisiert. An selbst gesetzten und situativ veränderbaren Maßstäben. Wie beruhigen wir uns beim Anblick von leidenden Flüchtlingskindern und deren verzweifelten Eltern?

Geschichte wiederholt sich!  Seit Jahrtausenden!

Überlegungen anhand einer biblischen Geschichte, über den Propheten Amos.

Zunächst ein paar Hintergrundinformationen zu Amos, Der Prophet Amos stammt aus dem kleinen Ort Tekoa, 11 km südöstlich von Bethlehem. Gott beruft Amos um das Jahr 750 vor unserer Zeitrechnung. Von Haus aus ist Amos nicht Prophet, sondern Bauer. Zur Zeit des Amos erlebt das Nordreich Israel so etwas wie ein Wirtschaftswunder: Nie zuvor wurde so viel verdient - nie zuvor gab es aber auch so viel Armut im Land. Manche Familien sind so hoch verschuldet, dass sie sogar ihre Kinder als Sklaven verpfänden müssen.

Lasst sie Alle ertrinken! Mir stockt der Atem, was für eine Aussage….

Egal, ob Kinder, Frauen oder Männer – alles Wirtschaftsflüchtlinge, fährt mein Gesprächspartner fort. Ich bin wie erstarrt, ohne wirklich argumentieren zu können. Ich kann nur in die Flamme der Kerze schauen, die auf dem Tisch im Weinlokal steht. Zittrig ist sie, sie flackert unruhig. Die Worte sind hart und unnachgiebig. Wie auf einen Schlag ist der Mann der mir am Tisch in dem Weinlokal gegenübersitzt, in dem wir uns zufällig getroffen hatten, völlig in die Verhärtung gegangen. Der Zufall hatte uns zusammengeführt. Kaum Platz in dem gut besuchten Lokal. Wir kamen ins Gespräch und hatten einen wunderbaren Austausch. Ja die ganzen Ursachen über Leid, Not und Elend in der Welt – da war ein tiefer Gleichklang. Ob wir über die die Kriegstreiber der freien und vorgeblich so friedensliebenden westlichen Welt sprachen – der es im Grunde nur um Rohstoffe geht und den eigenen Profit zu Lasten der Armen dieser Welt. Oder ob wir über die ausgebeutete Ländern zur Mehrung des Reichtums von maximal 1% der Weltbevölkerung sprachen.

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